Bergisch Gladbachs CDU ringt mit SPD und Grünen um den Haushalt 2025
Folker RoggeBergisch Gladbachs CDU ringt mit SPD und Grünen um den Haushalt 2025
Haushaltsverhandlungen in Bergisch Gladbach im Fokus: CDU verhandelt mit SPD und Grünen
In Bergisch Gladbach stehen die Haushaltsgespräche im Mittelpunkt, da die CDU in Verhandlungen mit SPD und Grünen tritt. Die Diskussionen finden vor dem Hintergrund finanzieller Belastungen statt – die Stadt muss schwierige Entscheidungen über Ausgabenprioritäten treffen. CDU-Chef Michael Metten bezeichnete den Prozess als "anspruchsvoll, aber notwendig, um den Wählerwillen widerzuspiegeln".
Die CDU schließt eine breitere Koalition oder eine langfristige Partnerschaft mit SPD und Grünen aus. Stattdessen konzentriert sich die Partei darauf, eine Einigung beim Haushalt zu erzielen. Metten, der Bürgermeister Marcel Kreutz seit über einem Jahrzehnt kennt, betonte, dass das Arbeitsverhältnis trotz politischer Differenzen professionell bleibe.
Streitpunkte: Grundsteuer und Personal Ein zentraler Konfliktpunkt ist die Erhöhung der Grundsteuer. Ursprünglich lehnte die CDU eine Anhebung um 100 Punkte ab, zeigt sich nun aber bereit, eine kleinere Korrektur um 25 Punkte zu akzeptieren, um Einnahmeausfälle auszugleichen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Personalplanung: Die CDU will mehr Bauaufseher und Genehmigungsbeamte einstellen – obwohl Projekte wie Schulen und Straßen bereits Verzögerungen aufweisen.
Metten verwies zudem auf mögliche Kürzungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Social Media. Da die städtische Belegschaft seit 2020 um 29 Prozent gewachsen ist (von 1.187 auf 1.528 Stellen), argumentiert er, dass einige Bereiche verschlankt werden könnten. Die CDU betont, keine Absprachen mit der AfD zu suchen, sondern eigene Vorschläge voranzutreiben.
Prioritäten: Schulen, Straßen und das Zanders-Gelände Die Partei bleibt bei ihren Schwerpunkten: Schulen, Straßensanierungen und die Entwicklung des Zanders-Areals. Metten räumte die finanziellen Herausforderungen ein, stellte aber klar, dass der Wählerauftrag der CDU die Haushaltsentscheidungen leiten müsse.
Die Verhandlungen werden den finanziellen Kurs Bergisch Gladbachs für das kommende Jahr prägen. Sollte eine Einigung gelingen, wird der Haushalt die CDU-Linie widerspiegeln: Infrastruktur und Personalanpassungen im Fokus. Zudem wird sich zeigen, ob die Grundsteuererhöhung auf ein Minimum begrenzt bleibt.






