Ausschreitungen beim Bundesliga-Duell: Pyro, Festnahmen und Spielunterbrechung
Nadeshda SölzerAusschreitungen beim Bundesliga-Duell: Pyro, Festnahmen und Spielunterbrechung
Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln von Ausschreitungen überschattet
Das Bundesliga-Duell zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln am Samstagabend wurde von wiederholten Störungen begleitet, die zu Festnahmen und Stadionverboten führten. Die Polizei meldete mehrere Vorfälle sowohl innerhalb als auch außerhalb des Borussia-Parks, darunter Vandalismus, Körperverletzungen und den illegalen Einsatz von Pyrotechnik.
Anpfiff war um 18:30 Uhr am 8. November, doch die Unruhen begannen lange vor dem Abpfiff. Kölner Fans hatten bereits in einem Regionalexpress (RE8) Überwachungskameras durch Bekleben mit Aufklebern außer Betrieb gesetzt. Gleichzeitig beschädigten Mönchengladbacher Anhänger einen privat organisierten Fanbus sowie einen Shuttle-Service.
Im Stadion selbst wurden immer wieder Feuerwerkskörper in der Heimkurve gezündet. Im Gästebereich war der Pyro-Einsatz noch massiver, sodass die Spielleitung den Spielbetrieb vorübergehend unterbrechen musste. Vor dem Stadion wurden Rauchbomben und Böller in der Nähe des Mönchengladbacher Fan-Hauses sowie entlang der Humboldstraße entzündet.
Die Polizei reagierte mit einem massiven Aufgebot und präventiven Maßnahmen, darunter Einlassverbote, ein Verbot von Glasflaschen und Dosen sowie ein Alkoholverkaufsverbot im Stadioninneren. Trotz dieser Vorkehrungen stießen die Beamten auf Widerstand. Ein Polizist wurde von einem Fan am Helm getroffen, der später festgenommen wurde. Insgesamt wurden fünf Personen in Gewahrsam genommen, vier erhielten Stadionverbote.
Die Behörden erstatteten 15 Strafanzeigen, darunter wegen Körperverletzung, sexueller Belästigung, Diebstahls, Sachbeschädigung und Verstößen gegen die öffentliche Ordnung. In zwei Fällen wurden Polizeibeamte angegriffen, in zwei weiteren kam es zu tätlichen Übergriffen.
Das Spiel endete mit laufenden Ermittlungen und mehreren Fans, die mit rechtlichen Konsequenzen rechnen müssen. Die Polizei bestätigte, dass präventive Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden waren, die Vorfälle hielten jedoch den gesamten Abend über an. Verein und Behörden evaluieren nun die Maßnahmen, um künftige Ausschreitungen zu verhindern.






