01 April 2026, 00:12

Altersarmut droht: Warum Millionen Deutsche im Ruhestand nicht über die Runden kommen

Schwarze und weiße Zeitungsanzeige für das Pensionshaus in Dresden, Deutschland, mit Text auf weißem Hintergrund.

Altersarmut droht: Warum Millionen Deutsche im Ruhestand nicht über die Runden kommen

Millionen Arbeitnehmer in Deutschland sind laut aktuellen Zahlen im Alter von Altersarmut bedroht. Die gesetzliche Rente deckt derzeit nur etwas mehr als die Hälfte des Bruttoeinkommens nach dem 65. Lebensjahr ab – für viele reicht das kaum, um über die Runden zu kommen. Angesichts steigender Lebenshaltungskosten und stagnierender Löhne warnen Experten, dass private Vorsorge für die finanzielle Absicherung im Alter unverzichtbar sein wird.

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Die neuesten Daten zeigen: 9,2 Millionen Vollzeitbeschäftigte verdienen weniger als 3.500 Euro monatlich – ein Einkommen, das sie im Alter unter die Armutsgrenze rutschen lassen könnte. Noch besorgniserregender ist, dass 4,6 Millionen Arbeitnehmer mit weniger als 2.750 Euro im Monat auskommen müssen und damit besonders gefährdet sind. Die Armutsgrenze für Rentner liegt bei 1.378 Euro netto pro Monat, sodass viele ohne zusätzliche Ersparnisse Schwierigkeiten haben dürften, ihre Grundbedürfnisse zu decken.

Um Altersarmut zu vermeiden, raten Experten zum Aufbau einer privaten Altersvorsorge. Besonders groß ist die Versorgungslücke bei Frauen, deren Rentenansprüche im Schnitt 31,4 Prozent niedriger ausfallen als die der Männer. Auch Alleinerziehende, Single-Haushalte und Menschen über 65 Jahren tragen ein höheres Risiko, in finanzielle Not zu geraten.

Ab 2026 wird die Verdienstgrenze für Minijobs angehoben, was Rentnern den Zuverdienst erleichtern soll. Doch mit einem durchschnittlichen Bruttolohn von 4.323 Euro (Median) bzw. 4.479 Euro (Durchschnitt) bei Vollzeitbeschäftigten liegt fast zwei Drittel der Arbeitnehmer unter dem Durchschnittsverdienst. Rund 19,5 Prozent der Beschäftigten arbeiten im Niedriglohnsektor – ein weiteres Indiz dafür, wie schwer es für viele ist, ausreichend für den Ruhestand zurückzulegen.

Aktuell leben 15,5 Prozent der Bevölkerung – etwa 13 Millionen Menschen – in Einkommensarmut. Ohne Gegenmaßnahmen könnte sich dieser Trend verschärfen, wenn immer mehr Arbeitnehmer mit unzureichenden Ersparnissen in Rente gehen.

Die Zahlen offenbaren eine wachsende Rentenlücke: Millionen Arbeitnehmer verdienen zu wenig, um sich einen sorgenfreien Lebensabend zu sichern. Zwar könnten politische Anpassungen wie die Anhebung der Minijob-Grenze helfen, doch für viele bleibt private Vorsorge der Schlüssel. Ohne weitere Maßnahmen droht einem beträchtlichen Teil der Bevölkerung finanzielle Not im Alter.

Quelle