Aixtron liefert MOCVD-System für Galliumoxid-Forschung an die Ohio State University
Zenon PechelAixtron liefert MOCVD-System für Galliumoxid-Forschung an die Ohio State University
Die Ohio State University hat sich für ein hochmodernes MOCVD-System des Herstellers Aixtron entschieden, um ihre Forschung an Galliumoxid voranzutreiben – ein Material, das zunehmend als entscheidend für die nächste Generation der Leistungselektronik gilt. Die Partnerschaft unterstreicht Aixtrons Rolle bei der Weiterentwicklung von Halbleitertechnologien mit ultrabreitem Bandabstand.
Mit dem Close Coupled Showerhead® (CCS)-System von Aixtron können Forscher der Ohio State hochwertige Galliumoxid- und Aluminium-Galliumoxid-Dünnschichten herstellen. Das System ist für 100-Millimeter-Substrate ausgelegt und ermöglicht gleichmäßige Schichten, die für Hochleistungselektronik unverzichtbar sind.
Aixtron hat sich einen Namen als Lieferant von Reaktoren gemacht, die herausragende Materialqualität und -konsistenz bieten. Seine Anlagen kommen bereits bei Halbleitern mit ultrabreitem Bandabstand zum Einsatz und positionieren das Unternehmen vor Konkurrenten, die sich noch auf etabliertere Materialien konzentrieren. Die Zusammenarbeit mit der Ohio State festigt Aixtrons Führungsrolle in der MOCVD-Technologie zusätzlich.
Über dieses Projekt hinaus engagiert sich Aixtron in europäischen Forschungsinitiativen. In Deutschland starteten das Leibniz-Institut für Kristallzüchtung (IKZ), das Ferdinand-Braun-Institut (FBH) und die Humboldt-Universität zu Berlin (HU Berlin) im Januar 2026 das Projekt "Epi-Techno-Digital", das von Aixtron koordiniert wird und MOCVD-Anwendungen für Halbleiter mit großem Bandabstand erforscht. Unterdessen erwarb das IFW Dresden im März 2026 ein zweites Agilis 100-MOCVD-System des Herstellers Agnitron, speziell für die Forschung an Galliumoxid-Dünnschichten und Präkursorchemie.
Die Aktie von Aixtron spiegelt das wachsende Vertrauen der Anleger wider: Sie notiert bei 18,79 Euro – deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt – und hat seit Januar fast 40 Prozent zugelegt. Die zunehmende Bedeutung des Unternehmens in akademischer und industrieller Forschung stärkt seine Position im Markt für Halbleiterausrüstung. Angesichts der erwarteten Nachfragesteigerung nach Galliumoxid wird Aixtrons Technologie eine Schlüsselrolle in der Entwicklung zukünftiger Leistungselektronik spielen.






