38.000 Unterschriften gegen Hochgeschwindigkeitsstrecke Hannover–Bielefeld
Nadeshda Sölzer38.000 Unterschriften gegen Hochgeschwindigkeitsstrecke Hannover–Bielefeld
Eine Petition gegen die geplante Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Hannover und Bielefeld hat innerhalb kürzester Zeit beträchtliche Unterstützung erhalten. Die Initiatoren sammelten in nur sechs Wochen über 38.000 Unterschriften und fordern damit eine Neuausrichtung der deutschen Bahnstrategie. Die Kampagne verlangt den Verzicht auf neue Hochgeschwindigkeitsstrecken und eine Senkung der Höchstgeschwindigkeiten auf bestehenden Verbindungen.
Die unter dem Motto „Deutschlands Fahrplan überdenken“ gestartete Petition wurde von der Bürgerinitiative Widuland, dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband Ostwestfalen sowie lokalen Frauenverbänden ins Leben gerufen. Gemeinsam brachten sie 31.000 Unterschriften auf Papier und 6.600 digitale Unterstützerunterschriften bundesweit zusammen.
Die Unterzeichner argumentieren, dass der Ausbau des bestehenden Schienennetzes eine klimafreundlichere und kostengünstigere Lösung darstelle. Zudem fordern sie eine grundlegende Überprüfung der deutschen Bahnplanung – einschließlich des Stopp aller neuen Hochgeschwindigkeitsprojekte.
Die geplante Strecke Hannover–Bielefeld würde Züge mit bis zu 300 km/h ermöglichen. Dafür wären zusätzliche Gleise nötig, während sich die Fahrzeit von 48 auf 31 Minuten verkürzen würde. Die Bahn hat zwölf mögliche Trassenkorridore für die Route vorgeschlagen.
Zehntausende haben sich mittlerweile öffentlich gegen das Hochgeschwindigkeitsprojekt ausgesprochen. Die Petition unterstreicht den wachsenden Widerstand gegen große Bahninfrastrukturvorhaben in Deutschland. Die Initiatoren setzen sich stattdessen für eine Stärkung der bestehenden Infrastruktur ein.
